Verankerung mit Bolzenankern und Injektionssystemen

VHF-Ratgeber – Teil 5

Unser VHF-Ratgeber hat bereits den Aufbau und die Vorteile einer VHF, Grundlagen zur Verankerung, die Eigenschaften und Besonderheiten einer Einzel- bzw. Mehrfachbefestigung von nichttragenden Systemen besprochen sowie die korrekte Auswahl und Montage von Kunststoff-Fassadendübeln erläutert.

Der aktuelle Teil unseres Ratgebers befasst sich mit dem Einsatz von Bolzenankern und stellt die Möglichkeit der Verankerung mittels Injektionssystem vor.
 

Bolzenanker richtig einsetzen

Bolzenanker gehören zu den drehmomentkontrollierten Ankern. Sie werden durch das Aufbringen eines vorgegebenen Drehmoments aktiviert. Ein zu geringes Drehmoment kann zur Folge haben, dass der Anker nachrutscht und das befestigte Bauteil absackt. Ein zu hohes Drehmoment kann zum Spalten des Untergrundes oder Bruch des Ankers führen. Daher ist es besonders wichtig, die Anker mit Hilfe eines Drehmomentschlüssels mit dem vorgegebenen Drehmoment zu aktivieren.
Bolzenanker richtig einsetzen
Bolzenanker erreichen ihre Tragfähigkeit auch in gerissenem Beton oder bei seismischen Anforderungen durch ihre aggressive Spreizung und die Fähigkeit zur Nachspreizung. Daher müssen einige Punkte beim Einsatz von Bolzenankern beachtet werden. Der Spreizdruck auf den Beton ist so hoch, dass Randabstände und Verankerungstiefen unbedingt eingehalten werden müssen. Andernfalls sprengt der Anker den Beton oder liefert nur stark reduzierte Tragfähigkeiten. Für die Auslegung von Verankerungen empfehlen sich daher Vorbemessungsprogramme wie EJOT ANCHOR FIX. Es beinhaltet alle Vorgaben zu den Einbaubedingungen des Ankers und bewerte die Belastung der Verankerung in Echtzeit.
 

Verankerung mit Injektionssystemen

Injektionssysteme kommen im Bereich der VHF vor allem dann zum Einsatz, wenn ein anderer Anker die erforderlichen Lasten nicht mehr erreicht. Sie ermöglichen maximale Lasten, selbst bei dünnwandigen Lochsteinen.
Verankerung mit Injektionssystemen
EJOT bietet derzeit zwei verschiedene Injektionsmörtel zur sicheren Verankerung in Mauerwerk und Beton an. Der Multifix USF ist ein universell einsetzbarer Mörtel. Er darf in Beton, in zahlreichen Voll- und Lochsteinen sowie in Porenbeton verankert werden. Um möglichst allen Anwendungen gerecht zu werden, befinden sich im Portfolio Ankerstangen in unterschiedlichsten Durchmessern und Längen. Zudem gibt es für jeden Ankerstangendurchmesser eine dazu passende Siebhülse. Die Siebhülse verhindert, dass beim Injizieren des Mörtels in einem Lochstein, der Mörtel unkontrolliert in den Kammern des Steines verschwindet. Alle Ankerstangen bietet EJOT aus verzinktem und Edelstahl mit den dazugehörigen Muttern und Unterlegscheiben an. Maximale Flexibilität gewährleisten die 1000 mm langen Ankerstangen, welche vom Verarbeiter individuell auf seine Bedürfnisse gekürzt werden können.

Der nächste VHF-Ratgeber wird sich mit der Auswahl des richtigen Werkstoffs für die Unterkonstruktion der VHF sowie der Ausbildung von Fest- und Gleitpunkten befassen. Zudem wird das CROSSFIX® Unterkonstruktionssystem von EJOT vorgestellt, das eine besonders flexible und wärmebrückenreduzierte Montage von vorgehängten hinterlüfteten Fassaden ermöglicht.
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