Die Geschichte von EJOT reicht bis in das frühe 20. Jahrhundert zurück.

Weltweit befindet sich die EJOT Gruppe auf Wachstumskurs, verbunden mit einer intensiven Bautätigkeit, die geprägt ist von der Schaffung moderner Industriearchitektur. Die wichtigsten Projekte sind 2013 die Einweihung einer neuen Produktionshalle in Taicang/China, der Bau des Logistikzentrums und der Produktionshalle 4.0 mit Lernwerkstatt am Standort Bad Berleburg sowie die Eröffnung der Tech Center in Detroit/USA und Tokio/Japan. Als Gründungsmitglied und Mitgesellschafter engagiert sich EJOT im Automotive Center Südwestfalen (acs) in Attendorn, einer Plattform für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie Wissenstransfer zwischen Automobilherstellern, Zulieferern und Hochschulinstituten in Südwestfalen. EJOT gehört zur Innovationselite, den „TOP 100“ des deutschen Mittelstandes und wird 2016 im Rahmen Deutschen Mittelstands-Summits ausgezeichnet. Mit dem Tod von Hans Werner Kocherscheidt im April 2017 verliert EJOT seinen Gründer, der mit einem Höchstmaß an persönlichem Engagement und unternehmerischem Weitblick die EJOT Gruppe mit ihren weltweit 3300 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 500 Mio. Euro geformt hat.
1984 wird das EJOT Logo für alle bis dahin existierenden Firmennamen eingeführt. Im gleichen Jahr wird die EJOT Baubefestigungen GmbH mit Sitz in Bad Laasphe gegründet. EJOT expandiert in Europa mit den ersten Vertriebsniederlassungen in Großbritannien, Norwegen und Frankreich. Diese Strategie wird kontinuierlich fortgesetzt, bis zur Gründung von eigenen Produktionsgesellschaften. Auch in Deutschland expandiert die EJOT Gruppe und nimmt in Bad Laasphe einen zweiten Fertigungsstandort in Betrieb. 1993 übernimmt EJOT das Schraubenwerk Tambach in Thüringen und wird damit einer der größten Hersteller von Kleinschrauben in Europa. Zertifizierungen nach DIN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 dokumentieren den hohen Qualitätsstandard bei EJOT. Auch am Standort Bad Berleburg wird mit der Inbetriebnahme einer neuen Fertigungshalle die Produktion.
Im Jahr 2000 erfolgt die Neuordnung der Gruppenstruktur mit der Anbindung der Gesellschaften an die EJOT Holding GmbH & Co. KG und der Einsetzung eines Beirates für die Holding. Im Zuge weiteren internationalen Wachstums in Europa, Amerika und Asien erfolgten Gründungen der ersten asiatischen Produktionsstätte EJOT Fastening Systems in Taicang/China sowie des Joint Ventures EJOTATF in Mexiko. In Bad Laasphe wird das neue Logistikzentrum der Sparte Building Fasteners in Betrieb genommen. Als Familienunternehmen ist die Vereinbarkeit von Beruf & Familie bei EJOT ein wichtiges Anliegen. 2011 erfolgt die Verleihung des Zertifikats „audit berufundfamilie“.
Adolf Böhl gründet im Jahr 1922 das gleichnamige Unternehmen in dem kleinen Dorf Berghausen bei Bad Berleburg im Kreis Siegen-Wittgenstein. Nach dem Tod von Adolf Böhl im Jahr 1960 übernahm sein Neffe Hans Werner Kocherscheidt den Betrieb. 1965 folgt die Übernahme der Schraubenfabrik Eberhard Jaeger im benachbarten Laasphe. Die begonnene Strategie der Diversifikation wird in den 1970er Jahren mit der Aufnahme der Kunststoffproduktion fortgesetzt. Neben Spritzgussteilen werden auch technisch hochwertige Verbindungselemente in der Kombination Kunststoff/Metall hergestellt. Gegen Ende der 1970er Jahre wird diese Produktpalette um Elemente zur Befestigung von Isolierelementen zur Wärmedämmung im Hausbau erweitert. Auf diesem Sektor entwickelt sich EJOT zum Marktführer und deckt etwa 80 Prozent des Bedarfs in Deutschland ab. Eine der wichtigsten technischen Innovationen gelang EJOT Ende der 1970er Jahre mit Erfindung der PT® Schraube, eine selbstfurchende Schraube für thermoplastische Kunststoffe, die sich zu einem marktführenden Produkt entwickelte.