Montagearten

Schwerlastanker-Ratgeber – Teil 6

Im sechsten Beitrag unseres Ratgebers zum Thema Schwerlastverankerung zeigen wir, welche Montagearten in der Schwerlastverankerung eine Rolle spielen und wie ihre Funktionsweisen sind. Denn neben der Auswahl des geeigneten Befestigers setzt eine baurechtlich sichere Montage auch die fachgerechte Montage voraus.

Dabei wird in der Regel zwischen der Vorsteckmontage und der Durchsteckmontage unterschieden. Im Folgenden schauen wir uns die zwei Montagearten im Detail an:
 

Vorsteckmontage

Der Ablauf der Vorsteckmontage besteht aus mehreren Schritten:

Zunächst wird ein Loch gemäss der Produktdaten gebohrt und mithilfe von Reinigungsbürste und Ausblaspumpe gereinigt. (1-3) Im nächsten Schritt wird der Anker in den Befestigungsgrund gesteckt. Wenn mehrteilige Anker vorgesteckt werden, ist zu beachten, dass die Stahlhülse vollständig im Beton versenkt wird. Nur so wird die volle Quertragfähigkeit genutzt. Schwerlastanker wie unsere Bolzenanker BA Plus verfügen über eine Setztiefenmarkierung, die die Vorsteckmontage zusätzlich erleichtert: Der Anker wird bis zur farbigen Markierung eingeschlagen und eine korrekte Setztiefe ist ohne Messaufwand gewährleistet. (4) Dann müssen Unterlegscheibe (U-Scheibe) und Mutter des Ankers vorübergehend entfernt werden. Bei mehrteiligen Metallankern wird so grundsätzlich die Vorspannung gelöst. Daher ist unser Vorsteckanker LIEBIG® SUPERPLUS BLS-P mit einer zusätzlichen Sicherung ausgestattet. Sie verhindert, dass Einzelteile des Ankers herabfallen können. (5) Anschliessend wird das zu befestigende Anbauteil aufgesetzt. (6) Zum Schluss werden die U-Scheibe und die Mutter wieder aufgesetzt und mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen. (7)
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Für die Vorsteckmontage müssen die Positionen der Bohrlöcher sehr genau sein, da die Durchgangslöcher im Anbauteil vorgegeben sind. Dies kostet zwar mehr Zeit, jedoch sind wirtschaftliche Serienmontagen möglich, da alle Bohrlöcher ohne Unterbrechung erstellt werden können. Ausserdem hat der Verarbeiter Platz, um das Bohrloch einzumessen und den Anker zu setzen, da das Anbauteil erst nach Beendigung der Vorarbeiten folgt. So können sehr empfindliche Anbauteile bis zur Montage an geschützter Stelle aufbewahrt werden.

 

Durchsteckmontage

Auch dieser Montageablauf besteht aus mehreren Schritten, die denen der Vorsteckmontage teilweise ähneln:

Zunächst muss das Bohrloch erstellt werden. Dabei dient bei der Durchsteckmontage das Anbauteil hervorragend als Bohrschablone. Es wird als erstes positioniert, um die Bohrlöcher genau zu erstellen. (1) Jetzt wird ein Loch gemäss der Produktdaten gebohrt und mithilfe von Reinigungsbürste und Ausblaspumpe gereinigt. (2-4) Mit einem Hammer wird der Anker anschliessend durch das Anbauteil hindurch im Untergrund installiert. Daher spricht man hier von Durchsteckmontage. (5) Abschliessend muss die Mutter mit dem vorgeschriebenen Montagedrehmoment angezogen werden. (6)
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Um eine Vielzahl von Anwendungen abdecken zu können, gibt es Anker mit unterschiedlichen Kopfformen.
Die Setztiefenmarkierung auf den Ankern von EJOT reduziert den Messaufwand beim Bohren und Einschlagen erheblich. Daher ist darauf zu achten, dass sie trotz Anbauteil sichtbar bleibt. Andernfalls muss die korrekte Setztiefe vom Monteur auf dem Anker markiert werden. Dies kostet jedoch Zeit.

Bei mehrteiligen Ankern wie unserem LIEBIG® SUPERPLUS BLS verlaufen sowohl die Gewindestange als auch die Stahlhülse durch das Anbauteil, wodurch sehr hohe Quertragfähigkeiten erreicht werden.

EJOT® Produktempfehlungen zum Thema Verankerungstechnik

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LIEBIG® SUPERPLUS BLS A4


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